Was tun, wenn die gewählte Zolltarifnummer falsch ist?
Häufiger Praxisfall: Ein völlig neues Produkt wird importiert und es gibt keine klare Zolltarifnummer.
Die Entscheidung für eine „beste Schätzung“ stellt sich später als falsch heraus.
Ein Szenario, das viele Importeure kennen und das ernste Konsequenzen haben kann.
Die Wahl der Zolltarifnummer ist mehr als nur eine Ziffernabfolge.
Sie definiert das Produkt für den Zoll – beispielsweise als FCKW-freien Kühlschrank einer bestimmten Größe.
Doch was viele nicht bedenken: An diese Nummer ist auch ein Zollsatz gebunden.
Die Konsequenzen einer falschen Wahl sind gravierend – entweder zahlt man zu viel oder zu wenig Steuer.
⚠️ Zu wenig gezahlte Steuern können schwerwiegende Folgen haben.
Der Zoll kann dies als Steuerhinterziehung werten.
Die Folge: Nachzahlungen und unter Umständen Strafverfahren mit Geld- oder gar Freiheitsstrafen.
Wie sollte man vorgehen, um dieses Risiko zu minimieren?
1) Verbindliche Zolltarifnummern beantragen:
Eine direkte Anfrage beim Zoll gibt Sicherheit und schützt vor nachträglichen Überraschungen.
2) Expertenhilfe in Anspruch nehmen:
Wenn eine falsche Zolltarifnummer gewählt wurde, ist es entscheidend, den Rat von Experten einzuholen.
Sie können das Risiko bewerten und weitere Schritte empfehlen.
3) Nicht ignorieren:
Eine falsche Zolltarifnummer weiter zu verwenden, ist keine Lösung. Ändert man sie, muss man dies dem Zoll mitteilen und klären, ob eine Nachdeklaration oder eine strafbefreiende Selbstanzeige nötig ist.
Denken Sie daran:
Der Zoll wird häufig selbst auf Unstimmigkeiten aufmerksam, besonders wenn regelmäßige Lieferungen plötzlich unter einer anderen Zolltarifnummer eingehen.



